Schöpfung – Warum ist dieses Thema für die Meditation interessant?

Wir sind nicht nur Meditierende, sondern wir sind Yogis und Yoginis, also Menschen, die die Verbindung von Innen und Außen suchen. Denn Yoga bedeutet genau das: Verbindung.

Als Mensch sind wir Bestandteil der gesamten Schöpfung, oder zumindest des Teils der Schöpfung, die unseren Kosmos betrifft.

Wir suchen in der Meditation nicht nur Frieden und Ausgeglichenheit, sondern auch uns selbst, das eigentliche Selbst. Und dafür ist es wichtig zu wissen, welche Position wir im Gesamten haben, wie das Gesamte in uns hinein wirkt, welche Auswirkungen die Energien von Sonne, Mond, Sternen, Erde, Wasser, Luft, Licht auf uns haben.

Die Suche nach dem Stellenwert des Menschen im Kosmos ist allgegenwärtig,

nur allzu oft mit irreführenden und irrelevanten Nebenzielen wie z.B. den Mond zu erobern.

Wenn ich also mein innerstes Selbst finden will, dann muss ich zwangläufig auch wissen, wo ich stehe, in welchen Beziehungen ich zu meiner Umwelt stehe, zu anderen Menschen, anderen Lebewesen wie Tieren, Pflanzen, den Elementen, den Planeten und was da vielleicht noch so ist.

Und dazu hat uns Shri Mataji in vielen verschiedenen Reden und Seminaren viele Geheimnisse verraten.

Schöpfung ist ein unendlicher Prozess, ohne Anfang, ohne Ende. Wie ein Samen zum Baum wird, der Baum wieder Samen hervorbringt, die wieder zum Baum werden und immer so weiter. Schöpfung ist ein Kreislauf mit verschiedenen Zuständen des Seins.

Das, worüber ich heute erzählen möchte, wird sich in der Naturwissenschaft ganz anders anhören, obwohl einiges davon übereinstimmt. Doch die heutige Wissenschaft ist so aufgebaut, dass es sich nur um un-beseelte Energien handeln kann. Das Verständnis, das in den alten Wissenschaften von Indien, China, Japan, Amerika noch da war, dass alles eine Seele hat, ist verloren gegangen, wird als naiv und kindisch abgetan und ist trotzdem wahr.

Ich bin mir absolut sicher, dass es wieder kommen wird, weil wir schon jetzt an unsere Grenzen stoßen, weil dieses mentale Weltbild viele Dinge völlig unklar werden lässt, wir mit unserer Ethik nicht mehr ein noch aus wissen – Gentechnik, Stammzellen, Klonen, Euthanasie in Holland etc, weil wir vergessen haben, dass es jenseits des Verstandes auch die Weisheit gibt.

Die Schöpfung ist eine ganz spannende und eigentlich für unser Hirn gar nicht zu begreifende story.

 

Wolltest du schon als Kind ein Haus bauen?

Hast es dir vorgestellt, im Kopf zuerst einmal, später vielleicht aufgemalt, mit Legos gebaut,

immer wieder verbessert? Dann später als Erwachsene Pläne gezeichnet oder zeichnen lassen, dann wurdest du vielleicht zum Baumeister, hast Fachleute angestellt. Diese haben dann nach deinen Wünschen und Vorstellungen nach und nach alles realisiert. Nicht immer klappt alles sofort, einiges gab es sicher zum nach-justieren, zum verbessern, es fiel vielleicht auch Bauschutt an, aber am Ende war es hoffentlich so, wie du es dir vorgestellt hast.

Natürlich hinkt dieser Vergleich total, aber es gibt keinen Vergleich für das Absolute.

Also versuchen wir es einfach mal damit:

Am Anfang war NICHTS – eine Energieform. Dann wollte diese Energieform sich selbst sehen und dafür musste sie etwas erschaffen, in dem sie sich reflektieren könnte.

Sie teilte sich in Shiva und Shakti, und Shakti teilte sich dann in 3 Kräfte. Das ist ganz kurz im Zeitraffer die Vorgeschichte.

Und hier beginnt unsere Geschichte mit dem Haus:

Mehrere Kalpas (= Zeitalter) überlegen, nachdenken, Gedankenspiele.

Dann Erschaffung des Erdachten in Vaikuntha – also im geistigen energetischen Bereich. Dann wurden Deities, Engel und Hilfspersonal erschaffen, die als Ausführende und Verantwortliche für verschiedene Chakras und Bereiche eingesetzt wurden. Sie haben alles ausgeführt. Und tun das noch heute. Und auch dabei – bei der Evolution, die sie in Gang brachten und noch immer voran treiben – ging mal was schief. Zum Beispiel mussten die Dinosaurier erst wieder verschwinden, bevor wir Menschen entstehen konnten.

Alles was im Großen erdacht, energetisch erschaffen und anschließend in Materie umgesetzt wurde, ist völlig durchdacht und stringent. Der Makrokosmos findet sich im Mikrokosmos wieder. Die Chakras gibt es sowohl auf universeller Ebene in den Planeten, als auch auf der Ebene der Kontinente, Länder und im Menschen.

So ist der Mars zum Beispiel Ausdruck von Shri Ganesha –Energie, die Farbe rot ist die Farbe des unteren Chakras, das von Shri Ganesha erschaffen und erhalten wird.

Der Saturn entspricht Shri Krishna und damit unserem Vishuddhi Chakra.

Die Erde hat eine Achse, diese ist die Kundalini der Erde. Und auf der Erde ist Indien die Miniatur der gesamten Welt, Australien das Mooladhara, Frankreich das rechte Nabhi und organ-mäßig die Leber, Österreich das linke Nabhi und so weiter.

Und natürlich finden wir auch alle Chakras in den Tieren und den Menschen. Nur im Menschen sind sie „ordentlich“ angeordnet, in den Tieren fehlt noch die Reihenfolge, bei manchen Tieren sind einige Chakras noch nicht voneinander getrennt. Deshalb können Tiere die Realisation nicht bekommen, sondern nur der Mensch. Mit anderen Worten, nur der Mensch kann sich selbst und damit Gott erkennen und damit den Zweck der Schöpfung erfüllen. Wir erinnern uns: die Ur-Energie wollte sich selbst sehen. Auch die 3 Kräfte, in die sich ADI SHAKTI aufgeteilt hat, um verschiedene Aufgaben zu erledigen, sind als die 3 Kanäle in uns manifestiert.

Wir können uns selbst, unser eigentliches Sein, also gar nicht getrennt von der Außenwelt erkennen. Wir müssen erkennen, dass alles was außen ist auch in uns wirkt: jeder Planet, jedes Element, jede einzelne Energie der Schöpfung ist innen und außen.

Wir brauchen kein Abschirm-Schild im Orbit, um den Klimawandel zu stoppen, sondern wir können das Klima aus unserem Inneren heraus beeinflussen. Hitze entsteht durch Ego, wenn das kollektive Ego der Menschheit zu groß wird, wenn die Menschen glauben, alles zu begreifen und alles erschaffen zu können, dann entsteht immer mehr Hitze. Natürlich entsteht sie im grobstofflichen Bereich durch zuviel CO2 oder andere Dinge- aber der grobstoffliche Bereich ist in Wahrheit nichts anderes als der materielle Ausdruck der feinstofflichen Energien, die in uns und durch uns fließen. Genau wie die Schöpfung zuerst erdacht, dann im energetischen Bereich realisiert wurde bevor sie als Materie entstand, genauso funktioniert das auch in uns. Wir erdenken etwas, stellen uns etwas vor, wir erschaffen es in unserem Geiste, danach manifestiert es sich in der Materie. Je bewusster wir mit dieser unglaublichen Fähigkeit umgehen, desto mehr können wir damit zum Positiven bewirken.

Das ist kein Science fiction, das ist tatsächliche Wahrheit. Aber leider haben wir als Menschheit diesen Level noch nicht erreicht.

Wenn wir die Energien, die wir haben, die Kräfte die wir besitzen, erkennen würden, könnten wir sie nutzen und alles im Außen aus dem Innen heraus steuern.

Tatsächlich und wirklich.

Im Hier und Jetzt.

Aber dazu braucht es noch etwas mehr Evolution und dafür müssten wir uns einfach nur etwas mehr anstrengen.

Aber die Anstrengung richtet sich nur darauf, dass wir die falschen Ideen loslassen,

unsere Prioritäten ändern und die Kundalini ihre Arbeit tun lassen.

Da die Sachbearbeiter und Verwalter, die Ingenieure und Erhalter alle tatsächlich vorhanden sind und da sie alles erdacht und fertig gestellt haben, dürfen wir ihnen vertrauen, dass sie auch wissen, wie das alles funktioniert und wie alles zum Besten wieder hergestellt und weiter entwickelt werden könnte.

Sie warten nur darauf, dass wir sie tun lassen, aber sie tun nur, wenn wir darum bitten, wenn wir Respekt gegenüber der Schöpfung, uns selbst und allem Lebendigen zeigen.

Dabei ist es völlig egal, welcher Religion wir angehören.

Die Schöpfung entstand lang bevor es Religionen gab.

Die Realität ist absolut und unabhängig davon, welchen Glauben wir haben und welcher Inkarnation wir folgen.

Oh Hilfe – das ist gefährlich, die absolute Wahrheit auch nur zu erwähnen.

Ich habe den Stein der Weisen nicht gefunden, natürlich nicht!

Aber die Meinung, dass alles relativ ist und dass es keine absolute Wahrheit gibt, kann ja gar nicht richtig sein. Bezogen auf mondäne Dinge, vergängliche Dinge, Einstellungen, Wertvorstellungen etc. mag das schon stimmen – aber auf die Schöpfung bezogen, auf das Letztendliche / Unendliche bezogen kann es nicht stimmen.

Es MUSS eine einzige Wahrheit darüber geben, wie alles entstanden ist und welchem Zweck es dienen soll. Und diese Erkenntnis in uns durch sickern zu lassen, das war Shri Mataji’s größtes und einziges Anliegen!

Nehmen wir wieder ein Beispiel her: Stell dir vor, dein Kind will nicht essen.

Natürlich weißt du als Mutter/Vater, warum es essen sollte und was geschieht, wenn es das nicht tut. Das Kind will aber nicht, sieht es nicht ein, fragt immer wieder WARUM etc. Du wirst einfach sagen: Tu das und vertrau auf mich, dass es gut für dich ist! Man kann kleinen Kindern nicht alles erklären, manchmal müssen sie es einfach tun. Oder wenn sie über die Strasse gehen und die Hand nicht geben wollen. Es muss sein, wir wissen, dass sie später einsehen werden, warum.

Genauso hat Shri Mataji uns gelehrt, verschiedene Dinge einfach zu tun, auch wenn wir nicht immer ganz begreifen, warum. Sie will natürlich, dass wir nach und nach selbst sehen, warum wir bestimmte Dinge tun sollten, was die Meditation in uns verändert, wie wir unsere Chakras tatsächlich rein halten können. Aber solange wir es nicht verstehen, ist es trotzdem gut, es zu tun, denn sonst kommen wir gar nicht in den Zustand, in dem wir fähig sind, diese Erkenntnisse zu haben.

Tut man es nachhaltig und regelmäßig,

wird man nach und nach immer mehr verstehen und spüren, dass genau das der Weg zum Ziel, zum glücklich sein, zu einem erfüllten Leben ist.

Deshalb möchte ich uns allen raten:

Machen wir das Bandhan einfach täglich, egal ob wir es schon spüren oder nicht.

irgendwann werden wir es spüren.

Meditieren wir jeden Tag ein wenig und geben die Füße am Abend ins Salzwasser.

Wir werden bald merken, wie gut es in vielerlei Hinsicht tut.

Und je mehr wir den liebevollen Ratschlägen Shri Matajis folgen, desto mehr werden wir uns selbst erkennen und begreifen wo wir stehen, in der Schöpfung, im Gesamtkonzept, in der Matrix. Welche Rolle wir spielen können und dürfen, wenn wir sie annehmen und wie wichtig wir für den ganzen Prozess sind – wenn wir uns einfügen. Und gleichzeitig wie unwichtig, wenn nicht.

Und wenn du mehr darüber wissen willst, dann besuche einfach www.amruta.org, gib den Suchbegriff „creation“ ein und finde alle Lektionen, die Shri Mataji uns zu diesem Thema gegeben hat. Einiges davon gibt es auch auf Deutsch, anderes ist nur auf Englisch. Besonders die Lektion von 1977, am 20.Feburar (zu finden unter 19770220) gibt erstaunliche Hinweise, z.B: auf das Periodensystem. Viel Freude beim Forschen!

 

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